China löst Deutschland als Reiseweltmeister ab
9. März 2015

Studie der InterContinental Hotels Group (IHG®) zeigt: Bis 2023 soll sich die Anzahl der chinesischen Reisenden in den deutschen Top-Destinationen Frankfurt, München und Berlin mindestens verdoppeln

- Die IHG untersuchte gemeinsam mit dem weltweit anerkannten Forschungsinstitut Oxford Economics die Wachstumsmöglichkeiten durch chinesische Auslandsreisen
- Bis 2020 wird China der größte Markt sein, aus dem Fernreisen kommen

Fast 90 Millionen chinesische Haushalte werden bis 2023 in der Lage sein, Fernreisen zu unternehmen. Damit überholt China die USA, Großbritannien und Deutschland als „Outbound Travel“-Märkte. Dies ergab eine Studie, welche die InterContinental Hotels Group (IHG®)in Kooperation mit Oxford Economics über den chinesischen Reisemarkt veröffentlichte. Der Bericht „The Future of Chinese Travel” zeigt das Ausmaß der Wachstumsmöglichkeiten für weltweite Reiseziele. Demnach werden neben asiatischen Destinationen auch Städtetrips nach New York, Sydney oder auch Frankfurt für chinesische Reisende immer attraktiver.

Lokale Wirtschaft profitiert durch steigenden Konsum
Die Studie zeigt, dass sich günstige wirtschaftliche und demographische Trends in China positiv auf das Reiseverhalten der Chinesen auswirken. Die Nachfrage nach Auslandsreisen im nächsten Jahrzehnt steigt stark an und besonders private Fernreisen werden für Chinesen immer attraktiver. Dabei profitiert die lokale Wirtschaft in den jeweiligen Reisezielen durch den steigenden Konsum im Einzelhandel und durch höhere Ausgaben für Freizeitaktivitäten. Auch deutsche Städte kommen auf ihre Kosten: So prognostiziert die Studie, dass sich die Zahl der Reisenden für Frankfurt, München und Berlin mindestens verdoppeln wird: Besuchten 2013 noch 143.000 Chinesen Frankfurt, sollen es 2023 rund 286.000 sein; für München steigt die Zahl von 100.000 Besuchern (2013) auf 204.000 (2023) und für Berlin von 84.000 (2013) auf 164.000 (2023).

„Die Studie liefert umfassende Einblicke in das chinesische Reiseverhalten. Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Reisedestinationen, die den Zugang für chinesische Reisende erleichtert haben, einen signifikanten Zuwachs bei den Besucherzahlen verzeichnen konnten. Dies stellt eine eindeutige Chance sowohl für Länder als auch für internationale Städte dar, von der immensen Zunahme chinesischer Reisender zu profitieren“, sagt Adam Sacks, Präsident von Oxford Economics.

Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:

Zahlen zu Reisen, Reisenden und Einkommen
- Jährliche Übernachtungen aus China werden auf 97 Millionen bis 2023 ansteigen – das entspricht einem Anstieg von 5 Prozent pro Jahr.
- 88 Millionen chinesische Haushalte werden bis 2023 in der Lage sein, Fernreisen zu unternehmen.
- Der Anstieg des Familieneinkommens ist der wesentliche Faktor dieser Veränderung: 60 Millionen Haushalte in China werden innerhalb der nächsten zehn Jahre die jährliche Einkommensschwelle von 35.000 Dollar überschreiten – eine Einkommenshöhe, ab der internationales Reisen finanzierbarer wird.

Drei Schlüsseltrends im chinesischen Reiseverhalten in den nächsten 10 Jahren
1. Die chinesische Nachfrage für Fernreisen wird hohe Wachstumsraten verzeichnen
- China wird bis 2020 der größte Markt sein, aus dem Fernreisende kommen. Damit wird China die USA, Großbritannien und Deutschland als „Outbound Travel“-Märkte überholen.
- Mit der Weiterentwicklung der chinesischen touristischen Nachfrage, verändern sich zeitgleich auch die Präferenzen zu teureren Fernreisen.

2. Chinesische Reisende werden vermehrt Geschäfts- mit Privatreisen verbinden
- Bis 2023 werden fast zwei Drittel (62 Prozent) aller chinesischen Auslandsreisen privater Natur sein – eine starke Verschiebung in der Reisemotivation, weg von reinen Business-Aufenthalten.

3. Chinesische Reisende werden mehr Geld auf Überseereisen ausgeben
- Die Ausgaben chinesischer Reisender werden bis 2023 um fast 75 Prozent pro Reise nominal steigen.
- Es findet eine fortlaufende Verschiebung in Richtung höherpreisiger Unterkünfte und gehobenerer Einkaufsmöglichkeiten statt.

Städte profitieren am meisten
- Städte sind die primären Reiseziele für chinesische Auslandsreisende; mehr als 85 Prozent der Reisenden steuern die Großstädte weltweit an.
- Mehr als die Hälfte aller chinesischen Besucher von Top-Reiseländern werden ihren Aufenthalt in Großstädten verbringen.
- Die beliebtesten Reisedestinationen in Deutschland sind Frankfurt, München und Berlin.
- In Frankfurt und München soll sich die Anzahl der Reisenden verdoppeln (von 143.000 Reisenden in 2013 auf 286.000 in 2023 in Frankfurt und von 100.000 Reisenden in 2013 auf 204.000 in 2023 in München) und in Berlin um 95 Prozent ansteigen (von 84.000 Reisenden in 2013 auf 164.000 in 2023).
- Fast 95 Prozent aller Ausgaben, die chinesische Auslandsreisende tätigen, fließt in globale Großstädte.
- In Frankfurt sollen sich die Ausgaben der chinesischen Gäste um 20 Prozent erhöhen (von 142 Millionen Dollar in 2013 auf 170 Millionen Dollar in 2023), in München um 24 Prozent (von 132 Millionen Dollar auf 164 Millionen Dollar in 2013) und in Berlin um 21 Prozent (von 119 Millionen Dollar in 2013 auf 143 Millionen Dollar in 2013).

Ein einfacher Zugang ist essenziell, um chinesische Kunden anzuziehen
- Destinationen mit vereinfachten Einreisemöglichkeiten, inklusive unkomplizierter Visa-Verfahren, werden mehr Besucher anziehen können.
- Reformen zur Anpassung an chinesische Reisende tragen zu einem 20 Prozent höherem Niveau von Ankünften aus China bei im Vergleich zum historischen Trend.

HUALUXE Hotels & Resorts
Die IHG eröffnete im letzten Monat ihr erstes Hotel unter der Marke HUALUXE Hotels & Resorts: das HUALUXE Yangjiang City Centre. Die Marke HUALUXE wurde auf Grundlage umfangreicher Marktkenntnisse entwickelt, mit einem tiefen Verständnis für chinesische Gäste. Die IHG plant, die Marke in den nächsten 15 bis 20 Jahren in 100 Städten Chinas zu etablieren. Im Laufe der Zeit soll die Marke ebenso in herausragenden internationalen Reisezielen wie London und New York eingeführt werden.

Das China Ready Programm von IHG
Maßgeschneiderte Angebote werden als Teil des China Ready Programms für chinesische Gäste bereitgestellt. Das Programm wurde bereits in 80 Hotels in 24 Ländern umgesetzt. In China Ready Hotels der IHG stehen den Gästen Mitarbeiter zur Verfügung, die Mandarin sprechen, es gibt dort ausgebildete chinesische Köche und Mitarbeitern werden interkulturell fortgebildet. Andere Dienstleistungen umfassen zum Beispiel die Möglichkeit mit UnionPay zu zahlen (der einzigen Kreditkartenorganisation in China), speziell zugeschnittene gastronomische Angebote oder Fernsehsender auf Mandarin in den Hotelzimmern.

IHG in China
Die IHG hat mehr als 30 Jahre Erfahrung in China – die Hotelgruppe eröffnete bereits 1984 ihr erstes Holiday Inn Hotel in der Region. Die IHG wird auch weiterhin die Hotelbranche in China anführen mit der Eröffnung von 11.000 Zimmern allein in 2014 – der größte je erreichte Zuwachs der Gruppe in einem Kalenderjahr und mehr als doppelt so viele neue Zimmer wie der nächste internationale Wettbewerber.

Die gesamte Studie „The Future of Chinese Travel” gibt es unter: www.ihgplc.com/chinesetravel/germany.html

Pressekontakt:
Björn Köllen
fischerAppelt, relations GmbH
Tel. +49 (0)30 726146-704
E-Mail: ihg-presse@fischerappelt.de

Über die InterContinental Hotels Group (IHG):
Die InterContinental Hotels Group (IHG) ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das zehn Hotelmarken betreibt: InterContinental® Hotels & Resorts, HUALUXE® Hotels & Resorts, Crowne Plaza® Hotels & Resorts, Hotel Indigo®, EVEN™ Hotels, Holiday Inn® Hotels & Resorts, Holiday Inn Express®, Staybridge Suites® und Candlewood Suites®. Im Januar 2015 erwarb die IHG Kimpton Hotels & Restaurants, das weltweit führende Unternehmen für Boutiquehotels.
Darüber hinaus betreibt die InterContinental Hotels Group den IHG® Rewards Club, das erste und größte Treueprogramm der Hotelbranche mit über 84 Millionen Mitgliedern weltweit. Das Programm wurde im Juli 2013 überarbeitet und bietet noch mehr Vorteile wie etwa kostenfreien Internetzugang für Mitglieder in allen Hotels weltweit.
IHG konzessioniert (Franchise), verpachtet, managt oder besitzt mehr als 4.800 Hotels und 710.000 Gästezimmer in fast 100 Ländern und Gebieten. Zurzeit befinden sich über 1.200 Hotels im Entwicklungsstadium. Weltweit arbeiten über 350.000 Menschen in den IHG Hotels und Unternehmensniederlassungen.
Im Januar 2015 wurde die Übernahme von Kimpton Hotels & Restaurants mit 62 Hotels (11.300 Gästezimmer) und weiteren 16 Hotels in der Pipeline abgeschlossen.
Die InterContinental Hotels Group PLC ist die Holdinggesellschaft der Gruppe, gegründet (incorporated) in Großbritannien und eingetragen (registered) in England und Wales.
Auf der Website www.ihg.com können Sie sich über die Hotels informieren und Reservierungen vornehmen. Unter www.ihgrewardsclub.com erfahren Sie mehr über den IHG® Rewards Club. Aktuelle Meldungen finden Sie unter www.ihg-presse.de, www.twitter.com/ihg, www.facebook.com/ihg oder www.youtube.com/ihgplc.

Über Oxford Economics:
Oxford Economics wurde 1981 vom Business College der Oxford University als kommerzielle Einheit gegründet und gehört heute zu den weltweit führenden Beratungsunternehmen. Das Angebot richtet sich an britische Firmen und Finanzinstitute, die im Ausland expandieren möchten und dafür wirtschaftliche Prognosen und Modelle suchen: Oxford Economics berechnet künftige Außenmarktentwicklungen und untersucht deren soziale, volks- und betriebswirtschaftliche Auswirkungen. Dabei helfen erstklassige Analyseinstrumente und Modelle. Insgesamt 200 Länder, 100 Branchen und über 3.000 Städte nutzen das breite Portfolio.

Über Tourism Economics:
Tourism Economics ist ein Teil von Oxford Economics und hat einen besonderen Auftrag: Hier werden wirtschaftliche Rahmenbedingungen im Tourismus auf Basis umfassender Branchenkenntnis präzise analysiert. Mit quantitativen Messmethoden erstellt Tourism Economics für Investoren und Planer maßgeschneiderte Marktstrategien, Reisevorhersagemodelle, Policy-Analysen für Destinationen und Studien zu wirtschaftlichen Effekten. Damit gibt die Einheit Antworten auf wichtige Fragen rund um Reiseziele.